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König Toni III. hatte für die Schützentage einige Überraschungen im Ärmel
Schützenfest bei strahlendem Sonnenschein
Es war wohl eines der schönsten Wochenenden dieses so verregneten Sommers, bereits am vergangenen Donnerstag zur Einweihung der neuen Residenz am Johanneshaus war der Wettergott dem St. Hubertus-Schützenverein und seinem Königspaar Toni III. und Marlies Koukola gnädig gestimmt. Der König hatte sich auch etwas besonderes überlegt: Als Überraschung für seine Königin marschierten ein Dudelsackensemble aus Wuppertal auf und spielte gemeinsam mit Trommlern des Tambourcorps sowohl einige irische Stücke wie auch einen kölschen Klassiker. Zur eigentlichen Einweihung wurde den Zuschauern und Gästen dann noch ein Feuerwerk geboten. Da sich die Schützen in diesem Jahr dazu entschlossen hatten, den Zapfenstreich auf Samstagabend zu verlegen, erfolgte am Sonntagmorgen nur die Kranzniederlegung am Ehrenmal. Wie gelungen diese Entscheidung war, zeigten die Zuschauerzahlen am Samstagabend. Über 400 Zuschauer säumten die Straßen und wohnten dem großen musikalischen Ereignis bei. Auch beim Tanz im Festzelt waren die Besucherzahlen gut: 407 zahlende Gäste zählte der Verein - genau 14 mehr als im Vorjahr. Der Sonntagmorgen begann mit einem Gottesdienst. Auch hierfür hatte sich der König etwas besonderes überlegt: Anlässlich des 35. Hochzeitstages, den er uns seine Frau Marlies an diesem Wochenende feierten, erneuten Toni III. und seine Königin ihr Ehegelübde vor der versammelten Gemeinde. Sichtlich gerührt und überrascht war vor allem die Gattin des Schützenkönigs. Im Anschluss an den Gottesdienst marschierte das Regiment zum Ehrenmal und gedachte dort der Toten und Versehrten der zwei Weltkriege. Gemeinsam in Frieden leben Das müsse in Erinnerungen an die Schrecken der Weltkriege das wichtigste Ziel sein, so der Vorsitzende Wolfgang Behrend. Im Festzelt schloss sich dann der traditionelle Festkommers mit den Ehrungen der Jubilare und den Beförderungen an. Für 25 Jahre Treue zum Verein erhielten Christian Dohmen (1. Jägerzug), Klaus Lüllwitz (Hubertuszug Lahm Söck ), Detlef Zabel (Hubertuszug Fidele Handwerker ), Guido Fuhrmann (abwesend), Jens Kollenbroich ( Artillerie ) und Stefan Strunk (Tambourcoprs Delrath) ihre Urkunden. Bereits seit 40 Jahre treu dem Verein zugehörig sind Wolfgang Erdmann (Sappeure), Ludwig Sieger (Blaue Husaren), Rüdiger Weiser (Schwarze Husaren Wackere Junge ), Josef Kürten (1. Jägerzug), Karl Heinz Butz (4. Jägerzug), Hans Jürgen Schumann (4. Jägerzug), Frank Lützenrath (Scheibenschützen Fahnenkompanie) sowie die passiven Mitglieder Hans Blank und Hans Gondorf. Josef Lank von den Blauen Husaren erhielt eine Urkunde für 50 Jahre Vereinszugehörigkeit. Auf stolze 60 Jahre im Schützenverein blicken Heinz Giesen (Sappeure), Hans Josef Kollenbroich (Sappeure), Heinz Witt (Blaue Hussaren), Erich Schilling (1. Jägerzug) und die passiven Mitglieder Hans Busch und Helmuth Hohmann zurück. Ihnen allen wurden anlässlich ihres Jubiläums Urkunden verliehen. Eine besondere Ehrung wurden den Schützen Manfred Alt (Hubertuskompanie), Heinz- Josef Kollenbroich ( Artillerie ), Jens Kollenbroich ( Artillerie ), Achim Wyrwich (7. Jägerzug) und Josef Kürten (Jägerkompanie) zu teil. Vom Bund der Historischen Deutschen Schützen erhielten sie als besondere Auszeichnung für ihre jahrelangen Leistungen das Silberne Verdienstkreuz. Der Sonntag endete mit einem großen Höhenfeuerwerk ebenfalls eine Überraschung des Königs. Die vier Großfackeln des Zuges, die am Freitagabend im Fackelzug mitliefen, wurden von der Bruderschaft wie folgt bewertet: Gewinner ist die Großfackel des Hubertuszuges Lahm Söck mit dem Thema Kohnacker heute und in Zukunft . Auf den zweiten Platz kam die Fackel des 5. Jägerzuges, vor Platz drei für die Edelknaben und Platz vier für die Jungschützen. Die Siegerehrung der Großfackeln fand am gestrigen Morgen statt. Neuer Jungschützenkönig ist Kai Strauch, neuer Schülerprinz Simon Klingen. Ihre Krönung erfolgte am vergangen Montagnachmittag. Am Dienstagabend wurde der neue Edelnkabenkönig Dennis Schick gekrönt.
König bedankt sich persönlich bei den Schützen
Ein neuer Panzerschrank mit Flinte wurde überreicht
König Toni II. bedankte sich bei einigen Schützen für ihr Engagement ganz persönlich am vergangen Sonntag im Festzelt. Es gab zwar keine Orden, aber für Oberst Manfred Blank und für seine Königin Marlies hielt der König zwei volle Frühstücksbrettchen mit Wurst, Butter und Marmelade bereit. Sieben Schützen, die im ersten Regentschaftsjahr von Toni Koukula die Blumenhörner getragen hatten, erhielten jeweils einen Blumenträgerorden. Die Edelknaben und Jungschützen, die Koukola besonders am Herzen liegen, erhielten jeweils eine Karte für die Schießbude und einen Edelknabenpin. Eine besondere Überraschung hatte sich der Schützenkönig bis zum Schluss aufgehoben: Drei Schützen rollten das neue Schmuckstück der Hubertus- Gesellschaft auf die Tanzfläche einen Panzerschrank: Aber so ein leerer Panzerschrank ist ja nicht viel Wert , gab der König zu. Und so wies er die Schützen an: Dann macht ihn doch mal auf. Zusätzlich zu dem neuen Schrank schenkte der König dem Regiment auch eine neue Flinte. Diese kam dann auch gleich am Montagbend zum Einsatz, als der neue König beim Königsvogelschießen ermittelt wurde. Ebenfalls persönlich bedankte sich Toni III. noch beim Standartenträgern Klaus Lüllwitz. Er trug die Standarte auch schon im ersten Königsjahr von Toni Koukola.
Bericht des Rheinischen Anzeigers vom 7. September 2011 |
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